Höchstleistungen in der letzten Schulwoche

Höchstleistungen in der letzten Schulwoche

Gemäß dem Schulmotto „Gib nochmal alles!“, wuchsen die Schüler der Grund-und Mittelschule beim Mitmachzirkus Flip Flop über sich hinaus und ernteten tosenden Applaus in der Abendvorstellung.

Zum Ende des Schuljahrs ging es bei viel Jubel und Trubel noch einmal so richtig rund in der Grund- und Mittelschule Wittislingen. Einem Projekt mit dem «Circus Flip-Flop» war es zu verdanken, dass sich Kinder von der ersten bis zu sechsten Klasse austoben konnten. Auch die Kindergartenkinder durften an diesem außergewöhnlichen Projekt teilnehmen.

Der Mitmachzirkus hatte für eine Woche sein Zelt gleich neben der Schule aufgeschlagen, und dort trainierten nun jeden Vormittag 6 Schulklassen sowie Kindergartenkinder mit Zirkuschef Daniel Spindler und seinem Team. Jede Gruppe zeigte dann das Gelernte in einer Veranstaltung am Abend des zweiten Trainingstages.  

Statt Unterricht stand also Jonglieren, Clownerie sowie Akrobatik auf dem Stundenplan, nicht zu vergessen die Tierdressuren. Dabei verstanden es alle Zirkusmitarbeiter hervorragend, den Kindern die Kombination aus Spiel, Spaß und Spannung näherzubringen.
Insgesamt zwölf unterschiedliche Zirkusnummern präsentierten die vier Zirkusmitarbeiter aus der Artistenfamilie den Kindern. Anschließend konnten diese entscheiden, welche Nummer sie einstudieren wollen.
In der Gruppe übten sie nicht nur den Ablauf der Programmnummer, sondern auch, wie sie ihr Publikum ganz einfach zum Lachen bringen können. Nur gemeinsam entstand ein stimmiges Bild. So lernten die Kinder in der Zirkuswoche nicht nur kleine Kunststückchen, sondern vor allem auch das Miteinander.
Nur selten sieht man sonst die großen Sechstklässler mit den kleinen Erstklässlern gemeinsam spielen. Beim Zirkus aber ist alles möglich. Mit etwas Geschick und viel Übung studierten die Kinder z.B. das Jonglieren mit Ringen ein. "Das ist schwierig, aber manchmal haben wir Kinder mit Vorkenntnissen", sagt Daniel Spindler. "Jedes Kind findet seine Rolle, ob sportlich oder untrainiert, schüchtern oder extrovertiert. Und wenn unter professioneller Anleitung gearbeitet wird, sind effektvolle akrobatische Übungen und ganze Nummern in kurzer Zeit zu verwirklichen."

Egal ob als lustiger Clown, artistischer Akrobat oder Tierdompteur - jedes Kind hat beim Zirkusprojekt seinen großen Auftritt. Dementsprechend gut war die Stimmung im Zelt:
Begeistert feuerte das Publikum die kleinen Stars in der Manege an und belohnte jedes Kunststück mit kräftigem Applaus. Akrobatisches Geschick zeigten gleich zu Beginn die Turner: Sogar die schwierige Menschenpyramide meisterten sie mit Bravour.
Was folgte, war ein buntes, abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm. Da wollten die Clowns partout nicht gehorchen, als ihnen das Musizieren und Krach machen verboten wurde. Da stürmten Piraten und Cowboys die Bühne. Der Zirkusnachwuchs zeigte, was man mit Tauben und Ziegen so alles anstellen kann und geschickte Tellerdreher hüpften auf einem Bein, ohne die rotierenden Teller fallen zu lassen. Und weil ein richtiger Zirkus auch einen Zirkusdirektor hat, kündigten Paula Ott und in der zweiten Vorstellung Lukas Helmschrott, als eben solche wacker und humorvoll die Showeinlagen ihrer Mitschüler an.
Die Kinder hatten nur zwei Tage Zeit, das Programm einzustudieren.  Eine Menge leuchtender Kinderaugen waren am Dienstag- und Donnerstagabend der Beweis, dass es allen großen Spaß gemacht hat und jeder für sich sogar noch in der letzten Schulwoche viel dazu gelernt hat. Denn schließlich kommt es nicht alle Tage vor, dass es heißt: «Manege frei!»

Viele Fotos gibt es in der Galerie zu bestaunen!

A. Heger