6. Klasse auf dem Stettenhof

Unser Schullandheim auf dem Stettenhof vom 22. bis zum 24. März



In der Früh am Mittwoch trafen sich alle vor der Schule. Unser Gepäck wurde in zwei Autos verladen. Zuerst gingen wir ins Klassenzimmer. Um 8 Uhr gingen wir los. Wir verließen Wittislingen zu Fuß. Wir waren zu 90% auf Feldwegen unterwegs. Wir wanderten und wanderten, über Hügel und gerade Wege entlang. Als wir hinter dem Hügel waren, konnten wir Wittislingen schon nicht mehr erkennen. Nach einiger Zeit kamen wir zum Kloster Medlingen. Jetzt gingen wir nicht mehr auf Feldwegen, sondern auf Asphalt. Ein paar freuten sich darüber, dann war es auch schon wieder vorbei mit glatten Wegen. Wir kamen an einem Bach vorbei und kamen zu einer kleinen Brücke. Dort machten wir Rast. Nach kurzer Zeit ging es auch schon weiter, denn es war kalt. Nach eineinhalb Stunden konnte man den Stettenhof richtig gut sehen. Alle freuten sich und nach fünf Minuten waren wir auch schon dort. (Philipp)



Als wir angekommen waren, haben die Besitzer uns den Hof gezeigt. Marion Hartmann hat uns ihre Tiere gezeigt. Sie hatten viele Hasen, braune Bergschafe, Ziegen, Pferde, Esel, verschiedene Hühnerarten und zwei Hunde. Die Hunde heißen Maja und Tina. Marion hat uns die Regeln erklärt. Als wir mit der Besichtigung fertig waren, sind wir in unsere Zimmer gegangen. Wir haben unsere Betten gemacht und unsere Sachen eingeräumt. Danach gab es Mittagessen. Wir hatten Kartoffeln, Karotten und Hackfleischstrudel. Nach dem Essen hatten wir Freizeit. (Weronika und Björn)



Danach haben wir eine Klassenlektüre angefangen zu lesen. Dieses Buch heißt „Die Mutprobe“. Später haben wir uns im großen Speiseraum getroffen, weil wir Gruppen für das Geländespiel bilden mussten. Das ging so. Frau Winter hatte viele Fotos von Sachen auf dem Stettenhof. Man musste diese Gegenstände finden und dann dort im Umkreis von zwei Metern ein Tütchen mit Buchstabenkärtchen suchen. Manche Sachen waren leicht zu finden, andere waren sehr schwer. In der zweiten Runde mussten wir Fragen zu diesen Dingen auf einem Fragebogen beantworten. Wir sind dafür auf dem ganzen Hof herumgerannt und waren anschließend ziemlich müde. Zum Abendessen gab es Pizza. Das schmeckte lecker. (Kristina)

Danach hatten wir Freizeit. Wir haben Tischkicker gespielt, andere spielten Polizei und Gefangene. Um 20 Uhr trafen wir uns zu einem Spieleabend im Aufenthaltsraum in unserem Haus. Wir spielten viele Spiele, zum Beispiel Kartenrutschen mit UNO-Karten. Jeder muss sich seine Farbe merken. Eine Person, es waren Marah und Marie, steht in der Mitte und ruft die Farben. Wenn zum Beispiel grün meine Farbe ist und grün angesagt ist, muss ich mich einen Platz weiter nach links setzen. Wenn dort schon jemand sitzt, muss ich mich auf seine Beine setzen! Danach haben wir lange Flaschendrehen mit Julias Flasche und Wahrheit oder Pflicht gespielt. Es war einfach fantastisch, auch wenn die Fragen manchmal peinlich waren. Frau Winter musste Korbinians Haare verwuscheln und Mohammed ein Lied zum Fenster hinaus singen. (Diar)

Dann sollten wir ins Bett gehen. Um 22.15 Uhr musste das Licht aus sein. Aber manche haben noch mit ihren Taschenlampen herumgeleuchtet oder geschwätzt. Als wir am Mittwoch aufgestanden sind, konnte man um halb acht Uhr Tiere füttern. Viele sind schon früher aufgestanden, weil wir keine Uhren hatten. (Dazu sagt Frau Winter: „Ha, ha! Glaubt ihr wirklich, ihr hättet länger geschlafen, wenn ihr Uhren gehabt hättet????“) Um acht Uhr gab es Frühstück. Nach dem Frühstück hatten wir ein bisschen freie Zeit. Danach haben wir mit Martin Hartmann Nistkästen gebaut. Wir mussten sägen, bohren, schrauben und schleifen. Wir waren schneller als geplant fertig. Martin war sehr zufrieden mit uns. An sich hat alles Spaß gemacht. (Lukas)



Zum Mittagessen gab es Pommes, Würstchen und Salat. Danach haben wir noch ein Kapitel in unserer Klassenlektüre gelesen. Dann kam noch Herr Reck zu uns. Nach dem Lesen sind wir zur Kapelle in Bergheim gewandert und auf die Aussichtsplattform gestiegen. Man konnte auf der einen Seite bis Höchstädt sehen, auf der anderen Seite nach Lauingen oder Wittislingen. Anschließend sind wir zu Cassandra gegangen. Dort haben wir viel Spezi getrunken und Eis gegessen. Und wir haben Pferde, Hühner, Katzen, Hasen, Ziegen und den Hund gestreichelt. Danach sind wir auf einem anderen Weg wieder zurück gewandert. Manche waren müde. Diar hat Julian auf den Schultern getragen und Majid hat Joshua getragen. Auf dem Stettenhof haben wir begonnen, den Bunten Abend vorzubereiten. (Cassandra)

Zum Abendessen gab es Käsespätzle oder normale Spätzle mit Soße. Das hat lecker geschmeckt. In unserer Freizeit habe ich mit drei anderen Freunden Diabolo gespielt. Die anderen haben irgendetwas anderes gemacht oder noch für den Abend geprobt. Um 20 Uhr begann der „Bunte Abend“. Es gab ein sehr abwechslungsreiches Programm. Lukas ist als Luftballonkünstler aufgetreten und hat Blumen, Schwerter, Hunde, Käfer und Schildkröten modelliert. Andere haben Flachwitze nachgespielt, zum Beispiel: Rotkäppchen sieht im Wald den Wolf hinter einem Busch. Es fragt: „Warum hast du so große Augen?“ Der Wolf antwortet: „Nicht mal in Ruhe scheißen kann man!“. Mohammed war das Rotkäppchen und Björn der Wolf! Wir sind vor Lachen fast vom Stuhl gefallen. Marah hat mit uns Arabisch geübt und Majid Persisch. Philipp hat sich total verbogen, so dass seine beiden Beine hinter seinem Kopf waren. Frau Winter hat Diabolo gespielt. Eine Gruppe hat in nur einer Stunde einen eigenen Sketch geschrieben, alles auswendig gelernt und uns vorgespielt. Wir haben viel gelacht. Dann mussten wir ins Bett. (Julian und Frau Winter)

Am dritten Tag haben wir schon vor dem Frühstück unsere Sachen eingepackt und den Tieren „Tschüss“ gesagt, vor allem Maja, die den meisten ans Herz gewachsen ist. Maries Mutter kam und wir haben das Gepäck ins Auto geräumt. Auch unsere Nistkästen mussten wir noch abholen. Dann sind wir los gelaufen. Nach einiger Zeit haben wir Biberfallen am Bach gesehen. Es war manchmal schwer zu laufen, weil wir müde waren. Herr Reck war aber da, deswegen hat es nicht lange gedauert, bis die Lücke wieder geschlossen war! Wir haben auf dem Weg ziemlich viel gelacht. Am Kloster Medlingen haben wir eine kurze Pause gemacht. Nach der Pause mussten wir nur noch über einen Berg gehen, und da war auch schon Wittislingen zu sehen. Marah war besonders froh, als sie die Schule sah. Cassandras und Maries Mutter warteten schon an der Schule. Jeder hat sein Gepäck genommen, ist nach Hause gegangen und dann war alles zu Ende!
Es waren schöne drei Tage!

(Marie, Joshua, Julia)