Auf den Spuren der Römer

Auf den Spuren der Römer


Am Dienstag, den 22. November durfte die 6. Klasse, begleitet von ihrer Klassenlehrerin Frau Winter und ihrem GSE-Lehrer Herr Reck in Faimingen und Lauingen einiges von dem sehen, was die Römer uns hinterlassen haben. Vor rund 2000 Jahren nämlich gehörte unsere Region als Teil des römischen Weltreichs zur Provinz Raetia.

 


Der Bus brachte uns zunächst zum Lauinger Hallenbad. Auf dieser Fahrt benutzten wir die Trasse der ehemaligen Römerstraße. Sie ist gut daran zu erkennen, dass sie schnurgerade ist! Vom Hallenbad aus waren es nur ein paar Schritte zum nächsten Straßenschild. Aha, Kastellstraße! Am Ortseingang von Faimingen erkennt man einen Wall, der sich in Richtung Donau zieht. Hier war das römische Stadttor von „Phoebiana“ und die Mauer. Bald erreichten wir den Tempel. Nur noch wenige Steine sind echt alt, zum Beispiel die Regenrinne. Anderes ist rekonstruiert und mit etwas Fantasie konnten wir uns die prächtige Tempelanlage vorstellen.

 


Nun ging es hinunter zum Faiminger Stausee, auf dem Tausende von Wasservögeln überwintern. Auf dem Rückweg sahen wir noch einen alten römischen Keller, der von einer kleinen Kröte bewohnt wurde. Kurz danach fanden wir eine Quelle. Unser Weg führte nun an einem kleinen Wasserlauf entlang. Ein paar Forellen lösten viel Begeisterung aus, ließen sich aber „leider“ nicht fangen!

 



Am Martinsmünster in Lauingen lasen wir echt römische Inschriften: Apollini Grannus steht dort in Stein gemeißelt. Dieser Stein stammt aus Phoebiana und wurde für die Grundmauern der Kirche wiederverwendet. Auch der Unterbau des Schimmelturms besteht aus römischen Steinen. An ihnen kann man noch die Löcher sehen, die bei den Bauarbeiten von den Römern mit Haken bestückt wurden. Nun sind sie mit Zement zugeschmiert. Doch wer Bescheid weiß, so wie wir, entdeckt sie in fast jedem Stein.

Noch einmal ging es hinunter zur Donau. Im Altwasser entdeckten wir wieder Fische und Frau Winter sah einen glänzend blauen Eisvogel. Aber was bedeutet das grüne Schild „2542,2“? Es werden allerhand Vermutungen angestellt. Ist es die Tiefe der Donau? Ist es die Breite? Frau Winter erklärte, dass es von hier noch gut 2500 km sind, bis die Donau in das Schwarze Meer mündet. So weit ist es zum Glück nicht mehr bis zu unserem Ziel, denn wir benützten einen kleinen Geheimpfad durch den Wald. Müde und hungrig fielen wir schließlich bei McDonalds ein, ehe uns der Bus zurück nach Wittislingen brachte. 

A. Winter